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Übung Eisrettng

Bei passenden Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt absolvierten drei Dutzend ehrenamtliche Kräfte von Freiwilliger Feuerwehr und Wasserwacht am Wemdinger Johannisweiher erfolgreich den praktischen Teil ihrer Eisrettungsausbildung.

Bereits einige Tage zuvor hatten Klaus Melzer (Feuerwehr) und Wolfgang Katzenberger (Wasserwacht) als verantwortliche Ausbilder die Teilnehmer zum theoretischen Teil gebeten. Dabei wurden Punkte wie die Tragfähigkeit der Eisdecke sowie das Verhalten auf dem Eis angesprochen. Hinzu kamen Themenbereiche wie Selbst- und Fremdrettung nach Einbrechen ins Eis, einfache und spezielle Hilfsmittel (wie zum Beispiel Steckleiter und Eisrettungsschlitten) sowie der Umgang mit Unterkühlung und Einleitung von Rettungsmaßnahmen.

Die praktische Ausbildung am Johannisweiher (Eisdicke: 15 Zentimeter) forderte von den 36 Teilnehmern (24 von Feuerwehr, zwölf der Wasserwacht) vollen Einsatz. Bei Minustemperaturen brachten Klaus Melzer und Günther Lettenbauer den Hilfskräften in zwei Gruppen die Rettung von eingebrochenen Personen näher. Dabei erfolgten die Rettungsmaßnahmen auf verschiedene Art: mit Steckleiter, Schleifkorb, Trage, Eisrettungsschlitten und Spine-Board (Wasserwachtstrage). Zuvor waren mit einer Motorsäge zwei Löcher ins dicke Eis gefräst worden, in denen die „Opfer“ in Neoprenanzügen auf die Rettungskräfte warteten.

In der gemeinsamen Abschlussbesprechung zeigten sich Feuerwehr und Wasserwacht mit der Ausbildung hochzufrieden. Wichtig war beiden Seiten vor allem die reibungslose Zusammenarbeit der Rettungsorganisationen. Hinzu kam eine gewonnene Erkenntnis: Nicht alles ist so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint.

(Bericht aus der Donauwörther Zeitung vom 16.2.2010 entnommen)





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