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Maschinenhalle als angenommenes Brandobjekt

Zupacken, statt Zuschauen“ ist das Motto der diesjährigen Feuerwehr-Aktionswochen, mit der die über 320.000 Feuerwehrdienstleistenden Bayerns unsere Gesellschaft auf das Thema Zivilcourage aufmerksam machen und sie zur aktiven Hilfe motivieren will.

Das beherzte Handeln der Menschen in den Feuerwehren wird bereits über 150 Jahre gelebt. Bekämpften die Gründer unser Feuerwehren vor allem Brände, so drängt sich in den letzten Jahrzehnten die Technische Hilfeleistung durch die fortwährende Technisierung immer mehr in den Aufgabenfocus der Feuerwehren. Mit der diesjährigen Feuerwehr-Aktionswoche soll das couragierte Handeln der Feuerwehrleute und dessen Wertschätzung, sowie die Vermittlung des vielseitigen Aufgabenspektrums der Feuerwehren dargestellt werden.

Großübung durgeführt

Deshalb nahmen auch die Feuerwehren aus Wemding und Umgebung die Feuerwehr-Aktionswoche zum Anlass und führten eine groß angelegte Übung durch. Dabei wurden die Feuerwehren Alerheim, Bühl, Rudelstetten, Wörnitzostheim, Gosheim, Huisheim und Wemding mit Hilfe der Sirenen und Meldeempfänger alarmiert und es rückten beeindruckende 170 Feuerwehrfrauen und –Männer zum Übungsobjekt, dem Kriegsstatthof bei Gosheim, mit ihren Einsatzfahrzeugen an. Unter den wachsamen Augen von Kreisbrandrat Bernhard Meyr, Kreisbrandinspektor Rudolf Mieling und Kreisbrandmeister Bernhard Mayer und unter der Einsatzleitung des örtlich zuständigen Gosheimer Kommandanten Franz Wenninger brachten die Feuerwehren ihre Gerätschaften in Stellung. Angenommen wurde ein Brand einer Maschinenhalle, was in letzter Zeit in der Gegend bekanntlich nicht ganz unüblich war. Die Feuerwehren hatten somit auch hier mit den bereits bekannten Problemen, wie beispielsweise den großen Entfernungen zu geeigneten Löschwasserreserven, umzugehen. Daher wurden wie es sich in der Vergangenheit bereits mehrfach bewährt hat lange Schlauchleitungen zum Übungsobjekt verlegt. Eine seitens eines 900 Meter entfernten Gewässers und eine zweite Leitung vom 600 Meter entfernt liegenden ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr. Gleichzeitig wurde ein Kreisverkehr aus 6 Vakuumfässern gebildet, welche die Feuerwehren mit Löschwasser aus den entfernten Baggerseen versorgten. Ein weiteres Szenario der Übung war es einen Traktor aus der Maschinenhalle zu bergen. So mussten die Feuerwehrleute unter Atemschutz und mit Hilfe von Winden sowie hydraulischen Geräten das landwirtschaftliche Gefährt Stück für Stück aus der Halle ziehen.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung zogen die Vertreter der Kreisbrandinspektion insgesamt ein positives Fazit. Die Übung sei angesichts der gewonnenen Erfahrungen bei den letzten Großbränden strukturiert und abgeklärt abgelaufen. Dankesworte galten dem Gosheimer Kommandanten Wenninger für die gute Organisation der Übung und der stattlichen Anzahl an Feuerwehrleuten, die an der Übung teilgenommen hatten und auch im Bezug auf das Thema der Feuerwehr-Aktionswoche immer wieder zupacken, wenn ihre Hilfe benötigt wird.






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